CTL, 1960 in Berlin geboren
 
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CTL-Presse
Laboratorium für Bücher – Atelier für Gestaltung

Was die Künstlerbücher angeht : kein Ort des reibungslosen Produzierens, sondern eine mal fließende, mal diffizile Suche nach Poesie. Die Arbeiten werden nicht für eine "Nische" der zeit-genössischer Trends der Kunsthistoriker oder als Lifestyle Produkte entworfen, sondern entspringen sehr unterschiedlichen Konzepten oder eben einfach der Biographie. Inzwischen haben sich eine ganze Reihe von Sprachen zwischen die Buchdeckel einladen lassen – bekannte und fast vergessene – jede mit einem anderen Aufbau für die Übersetzung, jede in anderen Kleidern.

 
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    Geschichte
In einem ehemaligen Brauereigebäude im alten Industriegürtel Hamburg-Altonas wurde die erste Werkstatt eingerichtet. Das erste »livre d’artiste« war damals schon fertig. Ich hatte es teils in München bei SchumacherGebler, teils in Venedig und teils in Hamburg entworfen und gedruckt und damit – es waren die Jahre 1988/1989 – die CTL-Presse gegründet.
Vorher habe ich 5 Jahre in Italien gelebt, studiert und gearbeitet. Besonders das Studium der Malerei bei Emilio Vedova und des Designs bei Ennio Chiggio an der Accademia di Belle Arti di Venezia haben mich für den »Job« als »Künstler« und Büchermacher reifen lassen. Keine gediegene Ausbildung zum Grafikdesigner, sondern eine Schule des Beobachtens, des Denkens und frei Arbeitens in einer anderen Kultur, mit ihrer eigenen Grammatik. So kehrte ich dann, nach und nach angereichert, damals an der "Università di Ca' Foscari", mit einigen Chinesisch- und Japanischkenntnissen in die auffällig andere Welt über den Brenner zurück.
In Hamburg übernahm ich die letzte (schon lange ungenutze) Setzergasse der Druckerei Offizin Hartung und eine Andruckpresse – und war (allein schon durch das Gewicht der Bleilettern) verankert. Handsatz war ein »alter Bekannter«, denn ich hatte bei SchumacherGebler in München (1983-84) als Bleisetzer gearbeitet; ich kannte liebenswerte Vorteile und manche Tücken der gutenbergischen Arbeitsweise.
Durch die Fatalität, in einer Übergangszeit angefangen zu haben, in der alles zwischen handwerklichem Können und Digitalisierung stand – kannte ich Schriften, Typographie, sowie Malerei und Zeichnung von ihrem Handwerk, ihrer Geschichte und ihren klassischen Höhepunkten her, hatte aber gleichzeitig großen Durst, mit neuen Werkzeugen, Materialien und Medien, nach Lösungen für meine Ideen zu suchen.
Die Pressendrucke, sogenannte livres d’artistes (der CTL-Presse), die Künstlerbücher (Edizioni CTL) und die Libretti entstanden - und nicht ein Titel ähnelt dem anderen.
Hartgummi, Obsidianglas, erdpigmentgefärbtes Vlies, feueroxydiertes Kupfer und Seidenstoffe werden in den Bänden mit feinen und ganz einfachen Papieren aus Asien und Europa kombiniert und lassen aus literarischen Texten und den Arbeiten der Künstler neue Kunstwerke entstehen.
Handsatz und Fotosatz werden für die unterschiedlichen Arbeiten ebenso verwendet, wie eigens entorfene Schriften (>ctlCochin, greekctlGill, ctlCirillitza). Fast alle Arbeiten werden komplett auf der Handpresse gedruckt. Die Libretti auch in Xerographie, Offstet- und Siebdruck oder auf dem Heidelberger Tiegel im Hause.

awards
Für die vielseitige Arbeit – von eigener künstlerischer Arbeit mit traditionellem handwerklichen Hintergrund einerseits, der experimentellen Zusammenarbeit mit Künstlern andererseits und schließlich dem Verlegen von kleinen »Volksausgaben«, den Libretti – erhielt die CTL-Presse 1999 den Verlagspreis der Hansestadt Hamburg.
Für die gute Gestaltung der eigenen Publikationen, ebenso, wie für die Gestaltung von Büchern für andere Verlage wurde die Mehrzahl der Titel der CTL-Presse von der Stiftung Buchkunst International prämiiert.
Der Band Fernando Pessoa, Wahrheit und Aspirin erhielt 1998 den 1. Preis des Walter Tiemann Wettbewerbes - - die chinesisch-deutsche Ausgabe, »Die Geschichte des Fräulein Ren« bekam eine Medaille unter den schönsten Büchern aus aller Welt.
Die Bücher der CTL-Presse finden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen auf allen Kontinenten.

internet
Als Kurator und Verantwortlicher des Internetportals www.kuenstlerbuecher.com, bin ich mich mit der Funktion und dem Aufbau von Internetseiten vertraut.
Seit langem ist inzwischen die Gestaltung und Beratung für Internetauftritte einer meiner Arbeitsbereiche. Auträge bearbeite ich im Team.
   Auf den Seiten für unsere Kunden bauen wir auf die inhaltsbezogene Funktionalität für den schnellen Nutzer. Die Ästhetk der Seiten bindet die Emotionen des users, die Inhalte dienen der guten Kommunikation unseres Kunden mit seinen Kunden.

...Stichwort Italien
In Jahr 2003 begann die Zusammenarbeit mit Domenico Brancale, dem Herausgeber der italienischen Autorenpublikation
'a camàsce. Seitem werden in jedem Hochsommer die Exemplare der neuen Nummer verschickt. Wenn Sie ein Freund der italienischen Sprache und von Erstausgaben sind, könnten diese kleinen schönen Bände mit 48 - 65 Seiten, in einer limitierten Auflage von ca. 200 numerierten Exemplaren etwas für Sie - oder ein exklusives Geschenk sein.

 

Ihr Clemens-Tobias Lange

 

 
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